Mainstreaming Ausbildungsmarketing

Mainstreaming Ausbildungsmarketing

Laufzeit: 15. Juli 2014 - 31. August 2015

Der Berliner Ausbildungsmarkt befindet sich im Wandel. Im Zuge der demografischen Entwicklung geht die Gesamtzahl der Berliner Schulabgängerinnen und -abgänger kontinuierlich zurück. Diese Entwicklung wird dadurch verstärkt, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler statt einer Ausbildung das Abitur und ein Studium anstreben.

Zudem finden Ausbildungsbetriebe und Jugendliche teilweise nicht zueinander. Aktuell fällt es Unternehmen zunehmend schwerer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. So hat sich für Berlin die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze nach der Statistik der Bundesagentur für Arbeit gegenüber 2009 um 240% gesteigert. Andererseits gibt es Jugendliche, die trotz Bemühungen keinen Ausbildungsplatz im ersten Arbeitsmarkt finden. Dies liegt auch daran, dass die Vielzahl möglicher Ausbildungsberufe und damit verbundene Chancen nicht bekannt sind.

Angesichts dieser Veränderungen auf dem Berliner Ausbildungsmarkt müssen Unternehmen ihre bisherigen Strategien der Rekrutierung von Auszubildenden überdenken und neu ausrichten, um weiterhin über geeigneten Fachkräftenachwuchs zu verfügen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Konnten Unternehmen bisher unter einer Vielzahl von Ausbildungsbewerbern wählen, ist es angesichts der veränderten Situation nun notwendig, dass das Unternehmen stärker und zielgruppengerechter für sich als Ausbildungsbetrieb wirbt. Mitentscheidend für die Besetzung der eigenen Ausbildungsplätze sind die richtige Ansprache und Kommunikation.

Ziel des Projektes „Mainstreaming Ausbildungsmarketing“ war es vor diesem Hintergrund, bereits erfolgreich angewendete Strategien der frühzeitigen Berufsorientierung und des Ausbildungsmarketings einem möglichst großen Adressatenkreis regionaler KMUs zugänglich zu machen und Kooperationsbeziehungen anzustoßen, die zu einer Verbesserung der Ausbildungsplatzbesetzung bei den regionalen Unternehmen führen.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollten folgende Schritte unternommen werden:

  • Ansprache der Unternehmen: Information über Projekt und Aufforderung zur Mitwirkung
  • Durchführung von Beratungsgesprächen zum Ausbildungsmarketing
  • Durchführung von Aktionen der praktischen Berufsorientierung
  • Durchführung von Fachveranstaltungen: Regionalkonferenz Azubimarketing (2 Veranstaltungen) und weitere Veranstaltungen zur Vorbereitung bzw. Vertiefung der Konferenzinhalte
  • Dokumentation von Methoden und Best-Practice-Ansätzen in einem Leitfaden

Zentrales Element war die jobentdecker Regionalkonferenz Azubimarketing, die sich in zwei Veranstaltungen gliederte, die im Oktober 2014 und im Juni 2015 stattfanden. Die Konferenz diente als eine Plattform für den Transfer von guten Methoden und Ansätzen, um herkömmliche Muster zu verändern und bisherige Erwartungshaltungen zu modifizieren. In der Zeit zwischen den Konferenzen wurden die Inhalte vertieft und mit einigen Unternehmen praktisch umgesetzt. In diesem Zusammenhang wurden u.a. Workshops, Vorträge und Unternehmenspräsentationen geplant und realisiert.

Mainstreaming Ausbildungsmarketing war ein Projekt des Wirtschaftstadtrates und der Wirtschaftsförderung Friedrichshain-Kreuzberg und wurde gefördert Mittel der Europäischen Union sowie der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“: